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Meisterwerke der Architektur: Die 4 schönsten Museen in Südtirol

Von der beeindruckenden Vielfalt der Geschichte bis zur zeitgenössischen Kunst bietet Südtirol eine beeindruckende Auswahl an Museen, die Besucher aus aller Welt begeistern. In diesem Artikel werden wir die vier schönsten Museen in Südtirol erkunden und eine fesselnde Reise durch die künstlerischen und historischen Schätze dieser bezaubernden Region unternehmen.

MMM Corones (Messner Mountain Museum)

© MMM Corones Museum Kronplatz

Auf dem Gipfelplateau des Kronplatzes auf 2.275 Metern Höhe offenbart sich ein faszinierendes Zusammenspiel aus Natur, Kultur und Architektur: das Messner Mountain Museum (MMM) Corones. Mit einer atemberaubenden Aussicht zählt der Kronplatz zu den schönsten Orten der Alpen und liegt am Schnittpunkt der drei einzigartigen Kulturen Südtirols – der deutschen, ladinischen und italienischen. Während der Kronplatz im Winter als erfolgreichstes Skigebiet des Landes gilt, bleibt es im Sommer ein Geheimtipp mit weniger Touristen. Um dies zu ändern und die Liftanlagen nachhaltiger zu nutzen, entstand die Idee einer beeindruckenden Aussichtsplattform.

Reinhold Messner, der berühmte Südtiroler Extrembergsteiger und Abenteurer, erfuhr von diesem Vorhaben und schlug eine kulturelle Aufwertung vor: als Gegenpol zum bestehenden “Sporthype” sollte es ein Rückzugs- und Erfahrungsraum zum traditionellen Alpinismus werden. Die renommierte Architektin Zaha Hadid wurde für dieses einzigartige Projekt gewonnen. Bekannt für ihre Freiform-Architektur, die auf digitalen Entwurfstechniken basiert, ließ sie sich von der Natur und Umgebung inspirieren. Die architektonischen Formen des Museums verschmelzen perfekt mit den äußeren Gegebenheiten.

Das MMM Corones beeindruckt nicht nur durch seine einzigartige Architektur, sondern auch durch seine harmonische Integration in die umliegende Gebirgslandschaft. Der größte Teil des Gebäudes ist unterirdisch angelegt, um möglichst wenig in die Natur einzugreifen und den Gipfel nicht zusätzlich zu verbauen. Als äußeres und inneres Bekleidungsmaterial wählte Zaha Hadid Beton, da es sich perfekt in alle denkbaren Formen gießen lässt und sich optisch sowie haptisch bestens in das Thema Fels einfügt.

Öffnungszeiten Sommersaison: 
20. Mai – 5. November
täglich 10:00 – 16:00 Uhr, letzter Einlass um 15:30 Uhr

Öffnungszeiten Wintersaison:
25. November – Ende April
täglich 10:00 – 16:00 Uhr, letzter Einlass um 15:30 Uhr

Mehr Infos zu den Öffnungszeiten und Preisen unter:
www.messner-mountain-museum.it/de/corones/museum/

Weitere Messner Mountain Museen an ungewöhnlichen Standorten: 
MMM Firmian, MMM Juval, MMM Dolomites, MMM Ortles, MMM Ripa

Architekt:

Zaha Hadid Architects, London

Jahr:

2015

© Fotos: MMM Corones Museum Kronplatz

Lumen Kronplatz

© Lumen Kronplatz

Die Faszination für die Berge ist seit Menschengedenken ungebrochen. Mit LUMEN findet diese Faszination ein fotografisches Zuhause: Am Gipfel des Kronplatzes (in Südtirol) angesiedelt, sind 1800 Quadratmeter vollinhaltlich der Fotografie der Berge gewidmet.

Auf vier Stockwerken macht LUMEN die Geschichte der Bergfotografie von ihren Anfängen bis hin zur Gegenwart ebenso wie die Kunst von Bergfotografen aus aller Welt erfahrbar. Wissenschaftlicher Anspruch und Unterhaltung sind dabei kein Widerspruch – LUMEN zeigt historische Aufnahmen und digitale Innovationen, spannende Wechsel- und Sonderausstellungen sowie spektakuläre Inszenierungen. Das kuratierte Programm zeichnet sich durch seinen interdisziplinären Charakter aus: Alpinismus, Tourismus, Politik, Spiritualität und Historie – das Thema Berg wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Ein besonders beeindruckender Blickfang ist der „Shutter“ – eine Riesenblende, die sich öffnen und schließen lässt und so zur Projektionswand wird. Im Restaurant AlpiNN wird indes gastronomischer Hochgenuss mit atemberaubendem Ausblick verbunden. Ein Veranstaltungssaal für bis zu 200 Personen bietet außerdem Platz für Seminare, Tagungen und Events.

Auch die Lage ist Programm: Inmitten der Dolomiten – der „schönsten natürlichen Architektur der Welt“ (Le Corbusier) erstrahlt das Gebäude der ehemaligen Bergstation der Kronplatz-Seilbahn auf 2275m in modernem Gewand. Damit leistet LUMEN einen wertvollen Beitrag, das Potenzial der Region ganzjährig zu nützen und stellt einen Mehrwert für die gesamte Umgebung dar. In der Trinität Ausstellung – Eventspace – alpine Kulinarik setzt LUMEN der Liebe zur Bergfotografie so ein würdiges Denkmal – facettenreich und außergewöhnlich, wie die Berge selbst.

Regionale Parnter:
Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP): Kompetenzzentrum im Bereich des Sammelns, Digitalisierens und Präsentierens historischer Fotografien
DURST, Brixen: dem weltweit führenden Hersteller von zukunftsweisenden Produktionstechonologien ist die digitale Reproduktion der ausgestellten Lichtbilder zu verdanken

Internationale Partner:
NATIONAL GEOGRAPHIC: führende Non-Profit-Organisation die in mutige Menschen und transformative Ideen in den Bereichen Exploration, wissenschaftliche Forschung, Storytelling und Bildung investiert und ist unter anderem für hochmoderne Naturfotografie bekannt
Red Bull Illume: der weltweit größte Wettbewerb für Adventure und Action Sportfotografie ist verantwortlich für die Gestaltung des Adrenalin Raums für den Themenschwerpunkt Alpinismus/Extremsport

Fratelli Alinari: wurde 1852 in Florenz gegründet und ist as älteste noch bestehende Unternehmen der Welt, das sich der Fotografie und Bildkommunikation verschrieben hat; mit über fünf Millionen Bildern gehört die Sammlung der Fratelli Alinari zu den größten Fotografiesammlungen der Welt

Gastronomischer Partner:
Nobert Niederkoflers Projekt COOK THE MOUNTAIN: die kulinarische Forschungswerkstatt mit Fokus auf alpine Gastronomie hat im Restaurant AlpiNN eine neue Wirkungsstätte gefunden und formuliert hier eine innovative Küche der Berge

Öffnungszeiten Sommersaison:
20. Mai – 05. November
täglich 10:00 – 16:00 Uhr, letzter Einlass: 15:30 Uhr

Öffnungszeiten Wintersaison:
25. November – Ende April
täglich 10:00 – 16:00 Uhr, letzter Einlass: 15:30 Uhr

Mehr Infos zu den Öffnungszeiten und Preisen unter:
www.lumenmuseum.it/de-de/plan-your-visit

Architekt:

Gerhard Mahlknecht, Bruneck Stefano D'Elia, Bruneck EM2 Architekten, Bruneck Giò Forma, Milano

Jahr:

2018

© Fotos: Paolo Riolzi, Marco Zanta, Manuel Kottersteger, Jürgen Eheim

Passmuseum Timmelsjoch

© Passmuseum Timmelsjoch

Das beeindruckende Passmuseum Timmelsjoch auf 2.509 m wurde mit dem Ziel errichtet, Grenzen zu überschreiten. Die Lage dieses faszinierenden Museums wurde gezielt gewählt: Auf Nordtiroler Boden erbaut, ragt die imposante Konstruktion beeindruckende 16 Meter in die Südtiroler Seite hinein. Für die Planung des Passmuseums ließ sich der renommierte Südtiroler Architekt Werner Tscholl von den lokalen Gesteinsformen inspirieren, was dem Museum eine einzigartige Authentizität verleiht.

Das Timmelsjoch ist eine mautpflichtige Passstraße, die vom Ötztal in Nordtirol bis in das Passeiertal in Südtirol führt. Früher waren diese Täler durch einen uralten Saum- und Schmugglerpfad miteinander verbunden. Die “Timmelsjoch Erfahrung” bietet fünf kostenlose Stationen, darunter Schmuggler, Fernrohr, Granat, Passmuseum und Steg, die interessante Informationen zur Geschichte, Natur, Kultur, Wirtschaft und den Menschen rund um das Timmelsjoch vermitteln. Drei dieser Stationen befinden sich im Passeirertal, der Steg an der Mautstation in Hochgurgl und das Highlight – das Passmuseum – am Timmelsjoch. Alle Stationen sind frei zugänglich und bieten einen faszinierenden Einblick in die Geschichte dieser einzigartigen Gegend.

Im Inneren des Passmuseums, an Österreichs höchstgelegenem Straßengrenzübergang, befinden sich eine Eishöhle und eine vorchristliche Fibel, die zeigen, dass der Pass bereits um 300 v. Chr. begangen wurde. Zusätzlich wurde auf der Südtiroler Seite anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Timmelsjoch Hochalpenstraße im Jahr 2018 die museale Struktur “Timmel Transit” eröffnet. Diese widmet sich ganz der Straßenbaugeschichte dieser besonderen Panoramastraße und ergänzt das Passmuseum auf beeindruckende Weise.

Öffnungszeiten:
26. Mai – Ende September / Mitte Oktober
täglich 07:00-20:00 Uhr
Die Hochalpenstraße und das Timmelsjoch Passmuseum schließen im Herbst je nach Wetterlage zwischen Ende September und Mitte Oktober

Architekt:

Werner Tscholl, Latsch

Jahr:

2011

© Fotos: Passmuseum Timmelsjoch

Museion

© Museion

Das Museion, Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst, in Bozen blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1985 reicht, als es von einem privaten Verein mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen gegründet wurde. Ursprünglich befand es sich in der Sernesistraße in Bozen und hatte den kühnen Zweck, die Kunst zwischen Ala im Trentino und Kufstein in Nordtirol ab dem Jahr 1900 zu fördern. Erst zu Beginn der 90er Jahre begann man damit, die deutsche und italienische Kunst miteinander zu vergleichen, was schließlich zur Namensgebung “Museion” im Jahr 1991 führte.

Heute wird das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Bozen von der Stiftung Museion geführt, die aus dem Verein Museion und der Autonomen Provinz Bozen besteht und durch Mitglieder- und Förderbeiträge finanziert wird. Im Jahr 2008 zog es in seinen beeindruckenden, futuristischen und lichtdurchfluteten Bau beim Stadtzentrum, der von den Berliner Architekten KSV Krüger Schuberth Vandreike entworfen wurde. Die gläserne Fassade verleiht dem Gebäude Transparenz und Offenheit und beherbergt auch ein gemütliches Café.

Das Museion beherbergt eine umfangreiche Sammlung von mehr als 4.500 Arbeiten mit Schwerpunkten in Kunst und Sprache, der Formensprache der Skulptur sowie der kritischen Betrachtung der Gegenwart und Positionen außereuropäischer Künstlerinnen und Künstler. Es sieht sich jedoch nicht nur als Sammelstätte für Kunstobjekte, sondern auch als internationale Kunstwerkstatt mit interdisziplinärer Ausrichtung. Das Museum spricht jede Generation an, einschließlich junger Besucher, für die es eigene Aktionsparcours oder die Museumsraupe gibt, mit denen die Ausstellung spielerisch erkundet werden kann.

Das Museion in Bozen ist ein Ort, der die Kunstszene der Region bereichert und eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schlägt. Mit seiner beeindruckenden Sammlung und modernen Atmosphäre zieht es Besucher jeden Alters an und lädt sie ein, die faszinierende Welt der zeitgenössischen Kunst zu entdecken.

Öffnungszeiten:
Dienstags – Sonntags von 10:00 bis 18.00 Uhr, Donnerstags bis 22:00 Uhr
letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung
ganzjährig geöffnet

Mehr Infos unter:
https://www.museion.it/?lang=de#arrive-prices-opening

Architekt:

Architekturbüro KSV - Krüger Schubert Vandreike

Jahr:

2008

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